Freiwillige Feuerwehr Tutow


18.05.2008, 06:31 Uhr – Anforderung von PA-Geräteträgern nach Demmin

geschrieben von Mathias Kunicke am 26. Mai. 2008 in der Kategorie News

Seit ca. 01:00 Uhr löschten die Kameraden der FFw Demmin und der FFw Loitz ein in Vollbrand stehendes dreistöckigen Gebäude in der Burgstraße in Demmin. Da sich bei diesem Einsatz zwei PA-Geräteträger der Demminer Feuerwehr verletzten und die restliche Atemschutzgeräteträger schon 5 Stunden im Einsatz waren, wurden wir ca. 06:30 Uhr zur weiteren Unterstützung von der Einsatzleitung nachgefordert. Als wir an der Einsatzstelle ankamen war das Feuer bereits unter Kontrolle und die offenen Flammen waren schon abgelöscht. Wir stellten einen Trupp der mit Atemschutsgeräten und Brechwerkzeug über die Drehleiter durch ein Gaubenfensten in die 3. Etage einstig. Unsere Kameraden hatten die Aufgabe von einer Zwischendecke Fliesen zu entfernen und darunterliegende Glutnester abzulöschen. Um ca. 08:00 Uhr war der Brand komplett gelöscht und wir konnten die Einsatzstelle wieder verlassen.

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Eingesetzte Kräfte und Mittel:
Fahrzeuge: TLF 16/25
Kameraden: 8
Einsatzleitung: Mathias Kunicke

17.05.2008 Rettungshubschrauber vor unserem Gerätehaus

geschrieben von Nico Müller am 19. Mai. 2008 in der Kategorie News

Wir waren gerade mit unserer regelmäßigen Ausbildung fertig, als wir bereits über Funk hörten: “Einsatz in Tutow”. Um 12:30 Uhr landete dann der Rettungshubschrauber “Christoph 47” der “Deutschen Rettungsflugwacht e.V.” (DRF) direkt vor unserem Gerätehaus.

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Wir scherzten gleich: “Der bekommt den Schriftzug ‘Feuerwehr’ und dann wird das unser neues Einsatzfahrzeug”. Ach ja, träumen ist so schön. :-)

04.05.2008, 02:19 Uhr – Zweiter Großbrand in Alt Plestlin

geschrieben von Mathias Kunicke am 8. Mai. 2008 in der Kategorie News

In der Nacht zum Sonntag wurden wir wieder zu einem Brandeinsatz nach Alt Plestlin alarmiert. Alle dachten, dass Glutnester des letzten Großbrandes sich neu entflammt haben und wir bald wieder zu Hause sind. Aber über Funk erfuhren wir von der Leitstelle, dass ein anderer Stall komplett in Flammen steht und die FFw Jarmen bereits mit alarmiert wurde.

Auf der Anfahrt zum Einsatzort sahen wir aus mehreren Kilometern Entfernung die Flammen den Himmel über den Ort hell erleuchten. Jetzt forderten wir während der Fahrt noch weitere Kräfte nach und die FFw Kruckow wurde alarmiert. Nun waren drei Feuerwehren auf dem Weg. Als wir an der Einsatzstelle ankamen stand ein Stall von über 1000m² Grundfläche komplett in Flammen. Unser LF16 fuhr sofort zum Schloßteich um eine ca. 500m lange Wasserversorgung aufzubauen. Der Eigentümer informierte uns, dass sich im Gebäude unmittelbar neben dem brennenden Stall ein Tanklager mit ca. 3000 Liter Diesel befindet. Die Einsatzkräfte der FFw Tutow und FFw Jarmen stellten sofort eine Abriegelung zwischen dem Brandobjekt und dem Tanklager her. Nun wurden weitere Kräfte angefordert und auf Grund der Einsatzgröße auch speziell der ELW1 und der SW2000 der FFw Demmin.

Die Leitstelle alarmierte die FFw Demmin, Kletzin, Pensin, Sophienenhof und Trantow. Die dann eintreffenden Wehren bauten zusammen zwei weitere je 800 m lange Wasserversorgungen vom Fluß „Peene“ auf. Da die Strecke sehr lang war und einen Höhenunterschied von ca. 9 m hatte, musste in jeder Leitung eine Verstärker-Pumpe eingesetzt werden. Dann wurden von der Einsatzleitung 5 Abschnitte gebildet und die Drehleiter der FFw Demmin nachgefordert. Folgende Aufgaben hatten die Abschnitte:
Abschnitt 1: Abriegelung an der Nordwestseite zum Tanklager und Außenangriff mit 2 C-Rohren und einem S-Angriff
Abschnitt 2: Nachbarschaftsschutz zur einer Holzscheune an der Nordseite und Außenangriff mit 3 C-Rohren
Abschnitt 3: Nachbarschaftsschutz zum zweiten Kuhstall an der Südseite und Außen- und Innenangriff mit 3 C-Rohren
Abschnitt 4: Wasserversorgung vom Fluß „Peene“
Abschnitt 5: Wasserversorgung vom Schloßteich

Bei diesem Großbrand waren nun noch mehr Kräfte eingesetzt als vor nicht einmal 5 Tage beim ersten Großbrand. Aufgrund der Einsatzgröße und das es nun auch der zweite Großbrand war, kam an seinem Geburtstag der Kreisbrandmeister an die Einsatzstelle.

Nun waren rund 100 Kameraden mit 19 Fahrzeugen im Einsatz. Um 4:16 Uhr kam die Meldung „Feuer aus“ und es wurde festgestellt das im Stall der bis auf die Grundmauern niederbrannte ein Traktor, ein Boot, zwei Schweine und hunderte Strohballen, die noch immer glimmten, dem Feuer zum Opfer fielen. In den Abschnitten 1 bis 3 wurden noch die letzten Glutnester abgelöscht. Da diese Arbeiten noch länger andauerten, musste wieder Verpflegung für die Einsatzkräfte und Treibstoff für die Pumpen und Fahrzeuge organisiert werden. Um ca. 6:00 Uhr konnten die beiden Leitungen der Wasserversorgung von der Peene abgebaut werden.

Zwischenzeitlich wurde ein kleiner Radlader herangezogen, der die immer noch glimmenden Strohballen aus der Brandruine herausschaffen sollte. Die FFw Tutow und Kruckow stellten Trupps zur Sicherung des Radladers und löschten die herausgebrachten Strohballen ab. Alle anderen Wehren konnten nun zurückbauen.

Da zwischen diesen beiden Großbränden ein Feiertag und das Wochenende lag, konnten die meisten Wehren Ihre Schläuche des letzten Einsatzes noch nicht reinigen und prüfen lassen, so dass fast alle bei diesem Einsatz auf ihre Reserven zurückgreifen mussten. Es haben auch sehr viele Schläuche auf Grund ihres Alters diesen Einsatz nicht überstanden und können nur noch ausgesondert werden. Da jetzt die Vermutungen, das ein Feuerteufel in der Gegend unterwegs ist, immer wahrscheinlicher wurden, war es zwingend notwendig die Einsatzbereitschaft aller Wehren sofort wieder herzustellen. Aber die meisten Wehren hatten nun kaum mehr einen trockenen Schlauch in ihren Fahrzeugen und Gerätehäusern. Darauf hin hat der Kreisbrandmeiter entschieden, ein Fahrzeug der Feuerwehrtechnischen Zentrale mit den letzten Schlauchreserven des Landkreises Demmin, die nur in Notfällen herausgegeben werden dürfen, an die Einsatzstelle zu ordern. Nun konnten alle Wehren ihre nassen Schläuche dem Mitarbeiter der FTZ mitgeben und mit den Schlauchreserven des Landkreises die Einsatzbereitschaft ihrer Fahrzeuge wieder herstellen. Die Restlöscharbeiten der letzten Einsatzkräfte dauerte noch bis 12:00 Uhr an.

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Eingesetzte Kräfte und Mittel:
Feuerwehren: Tutow, Jarmen, Kruckow, Demmin, Sopienenhof, Kletzin, Pensin, Trantow
Fahrzeuge:

  • 1 ELW
  • 6 TLF 16/25
  • 3 LF 16
  • 5 LF 8
  • 1 TSF
  • 1 Drehleiter
  • 1 RVF
  • 1 SW 2000

Kameraden: 95
Einsatzleitung: Mathias Kunicke

Radtour “Start in den Frühling”

geschrieben von Dominik Scharf am 5. Mai. 2008 in der Kategorie News

Am 2. Mai war es mal wieder soweit! Die Radtour “Start in den Frühling” began um 17:00 Uhr mit rund 50 Radlern. Die Tour startete am Postplatz in Tutow und führte über Zemmin weiter nach Alt-Plestlin. Dort nahmen die Kameraden die erste Versorgung der Radfahrer mit Getränken vor. Anschließend ging es weiter über Bentzin zurück nach Tutow. Dort wurde schon der Grill der Feuerwehr Tutow angeheizt, um die hungrigen Radler mit einer deftigen Bratwurst zu versorgen.
In der abendlichen Dämmerung konnten dann noch das letzten kleine “Pläuschchen” am Lagerfeuer geführt werden, bis sich die gemütliche Runde dann gegen 21:00 Uhr auflöste.

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30.04.2008, 09:23 Uhr – Neue Rauchwolken in der Brandruine des letzten Einsatzes

geschrieben von Mathias Kunicke am 4. Mai. 2008 in der Kategorie Einsätze

Nach nur 3 Stunden Schlaf nach dem letzten Großbrand in Alt Plestlin klingelte das Telefon des Wehrführes und die Kriminalpolizei war dran. Sie teilte mit, das der Brandursachenermittler seine Arbeit an dem Brandobjekt des letzten Einsatzes aufnehmen möchte, und dass an verschiedenen Stellen wieder Rauch aufsteigt. Somit löste die Leitstelle zur Absicherung und Unterstützung des Brandursachenermittlers einen neuen Alarm aus.

Wir fuhren mit dem TLF 16/25 und dem LF 16 zur Einsatzstelle. Dort löschten wir alle neuen Glutnester und Schwelbrände ab und unterstützten den Ermittler bei seiner Spurensuche.

Hierzu mussten wir an einer Stelle jeden einzelnen Stein einer umgerissenen Giebelwand und jedes Stückchen Schutt mühsam und vorsichtig beiseite schaffen und der Ermittler dokumentierte jeden Schritt. Zwischenzeitlich wurde mit dem S-Angriff immer wieder neu entstehende Schwelbrände in den teilweise eingestürzten Zwischendecken abgelöscht. Der Einsatz dauerte bis ca. 15:00 Uhr an.

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Eingesetzte Kräfte und Mittel:
Fahrzeuge: TLF 16/25, LF 16/12
Kameraden: 9
Einsatzleitung: Mathias Kunicke

29.04.2008, 16:44 Uhr – Großbrand in Alt Plestlin

geschrieben von Mathias Kunicke am 2. Mai. 2008 in der Kategorie Einsätze

Am späten Dienstagnachmittag wurden wir zu einem Brand nach Alt Plestlin, unserer Nachbargemeinde, gerufen. Hohe schwarze Rauchschwaden hatten uns den Weg gekennzeichnet. Schon während der Anfahrt wurden weitere Kräfte nachgefordert. Die Leitstelle alarmierte die FFw Jarmen und Kruckow. Beim Eintreffen sahen wir das ein ganzer Stall- und Scheunen-Komplex lichterloh in Flammen stand. Schnell war erkannt, dass auch die nachgeforderten Kräfte nicht ausreichten und die FFw Kletzin und Pensin wurden alarmiert.

Wir übernahmen den ersten Löschangriff von der Ostseite über den Fahrzeugmonitor des TLF und mit dem LF16 wurde eine ca. 180m Wasserversorgung vom Schloßteich aufgebaut. Diese versorgte anfangs auch die 2 C-Rohre der Kameraden aus Jarmen. Von den nachalarmierten Kräften wurden 3 weitere Wasserversorgungen aufgebaut. Da sich der Brand immer schneller ausbreitete und bereits auch der hintere Gebäudeteil des 1. Stalls komplett in Flammen stand wurde die FFw Demmin zur weiteren Unterstützung nachgefordert. Die Wehren Kruckow, Pensin und Kletzin bekämpften den Brand mit einem B- und 3 C-Rohren sowie einem S-Angriff von der Nord- und Westseite und die FFw Jarmen brachten im Innenhof des Gebäudekomplexes das Wendestrahlrohr ihres TLFs zum Einsatz. Im stark verrauchtem Nordwest-Bereich konnte ein Trupp die Löscharbeiten nur mit PA-Geräten durchführen.

Plötzlich krachte und knallte es und Asbestplatten flogen wie Geschosse durch die Luft und auch das zweite Gebäude stand in Flammen. Als die FFw Demmin mit Ihrem ELW1 eintraf, konnte der Einsatz nun von dort über einen 4m Funkanal und drei 2m-Funkkanäle und mit mehreren Telefonen mit einer aufgebauten Führungsstaffel koordiniert werden. Mittlerweile waren 86 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit 17 Fahrzeugen im Einsatz. Weiterhin waren auch der Rettungsdienst, die Polizei, die Kriminalpolizei, das Ordnungsamt, der Bürgermeister und natürlich auch die Presse vor Ort. Die Kameraden aus Demmin löschten das zweite Gebäude von der Süd- und Ostseite mit 2 C–Rohren im Innenangriff. Auch die Kletziner Einsatzkräfte wechselten ihre Rohre zur Nordseite des zweiten Gebäude, um wenigsten dort noch etwas zur Retten. Auf Grund der Größe des Einsatzes war nun auch der Amtswehrführer und der stellvertretende Kreisbrandmeiter vor Ort.

Am Löschteich waren nun 4 TS sowie 3 Fahrzeugpumpen und an der Brandstelle 4 Fahrzeugpumpen im Einsatz. Da zwischenzeitlich einige Pumpen der Dauerbelastung nicht standhielten und die Schlauchreserven aller Wehren aufgebraucht waren, wurde Der SW2000 zur Bereitstellung nachgefordert. Da der Einsatz nun schon einige Stunden andauerte mussten auch die Einsatzkräfte mit Getränke und Essen versorgt werden. Auch der Treibstoff der Pumpen und Fahrzeuge wurde knapp und musste mehrmals nachgeholt werden. Um ca. 21:00 waren die offenen Flammen gelöscht. Eine Giebelwand des ersten Gebäudes wurde mit Hilfe der Drehleiter von Demmin und er Seilwinde des RW1 von Jarmen eingerissen. Sie drohte in den Arbeitsbereich der Einsatzkräfte zu stürzen. Der Wasserstand des Löschteiches hatte nun so weit abgenommen, dass nur noch die Saugstelle am Betonschacht ohne ein Verdrecken der Pumpen genutzt werden konnte. Nun musste mit allen bereits genutzten B-Schläuchen in der Dunkelheit eine neue Wasserversorgung von ca. 500 m entfernten Fluß „Peene“ aufgebaut werden. Da einige Glutnester immer wieder Aufflammten waren die FFw Tutow, Kletzin, Pensin und Kruckow noch bis ca. 2:30 Uhr im Einsatz.

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Eingesetzte Kräfte und Mittel:
Fahrzeuge:

  • 1 ELW
  • 6 TLF 16/25
  • 2 LF 16
  • 4 LF 8
  • 1 Drehleiter
  • 1 RVF
  • 1 RW1
  • 1 SW 2000

Kameraden: 86
Einsatzleitung: Mathias Kunicke