23.07.2010 Nordkurier – Demminer Zeitung Seite 14
22.07.2010 – Wieder eine Fünf-Zentner-Fliegerbombe gesprengt
In diesem Jahr wurde die Flächen-Solaranlage auf den ehemaligen Militärflugplatz in Tutow um einen weiteren Bauabschnitt von über 50 Hektar erweitert. Auch diese Fläche wird baubegleitend auf Kampfmittel überprüft. Die Firma GRV LUTHE Kampfmittelbeseitigung GmbH hat, wie schon im vorigem Jahr, wieder eine 250-Kilogramm-Fliegerbome, mit über 110 kg Sprengstoff, aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Um 11:00 Uhr wurde die Bombe kontrolliert durch einen Sprengmeister der Munitionsbergungsdienst M-V gesprengt. Wir stellten uns mit 12 Kameraden und 2 Fahrzeugen zur Absicherung der Löschbereitschaft außerhalb des Gefahrenbereiches auf. Nach der Sprengung überprüften wir den Bereich außerhalb der Detonationsstelle und konnten dann den Einsatz beenden.
19.06.2010 – Sommerfest im Alten- und Pflegeheim Tutow
Auch in diesem Jahr waren wir wieder, nun schon zum dritten mal, mit unserer Feldküchen beim Sommerfest im Pflegeheim dabei. Das Heim bot an diesem Tag ein buntes Programm mit vielen Attraktionen für die Heimbewohner, deren Angehörigen und allen Bürgern von Tutow. Wir haben an diesem Tag allen Bewohnern und Gästen mit unserer leckeren Erbsensuppe den Gaumen verwöhnt.
Auch wir waren auf der Interschutz in Leipzig
Am 10.06.2010 machten wir uns um 5:00 Uhr auf dem Weg zur Internationalen Leitmesse für Rettung, Brand-/Katastrophenschutz und Sicherheit nach Leipzig. Für die Fahrt dort hin hat uns die Firma DAH Tutow GmbH einen Transporter bereitgestellt. Als wir nach viereinhalb Stunden Fahrt auf dem Messegelände ankamen, wurden wir allein schon von den ersten Bilder, die wir schon von Weitem sahen, für die lange Fahrt entschädigt. In den fünf riesigen Messehallen und auf dem großem Freigelände konnten wir die neusten Produkte der Hersteller von Schutzbekleidungen, Funktechniken, Fahrzeugen, Rettungsmittel und tausenden anderen Neuheiten, die das Herz des Feuerwehrmannes (-frau) höher schlagen lassen, bestaunen. Es ist einfach bemerkenswert, was für gigantische Messestände namhafter Hersteller, wie z.B. Rosenbauer, Ziegler, Dräger, Binz, Schlingmann, Haix, Swissphone, Eisemann, Hella u.v.a. (auch aus dem Ausland) präsentiert haben. Wir haben an diesem Tag beeindruckende Bilder bekommen. Nur schade, dass wir uns bei der Haushaltslage unserer Kommunen solche Sachen nie leisten können. Aber man darf ja auch mal träumen, und wer weiß, vielleicht wird ja ein Traum auch mal wahr! Nach dem wir acht Stunden ununterbrochen auf dem Messegelände unterwegs waren und uns schon die Fußsohlen qualmten, machten wir uns wieder auf dem Heimweg, wo wir alle Eindrücke noch mal verarbeiten mussten. Es war für alle ein stressiger, aber aufregender Tag, der sich aber für jeden einzelnen gelohnt hat. Ich kann nur jedem Feuerwehrmann oder –frau empfehlen einmal solch eine Messe mit zu erleben.
Bilder folgen schnellstmöglich
Tumulte beim diesjährigen Amtsausscheid!
Am 5. Juni 2010 fand der diesjährige Amtsausscheid des Amtes Jarmen-Tutow in Plötz statt. Doch mit dem was an diesem Samstag Vormittag geschah, hatte niemand gerechnet. Nachdem der erste Durchgang in der Disziplin Löschangriff (nach TGL) reibungslos ablief, gab es im zweiten Durchgang hingegen enorme Probleme mit der Wettkampfpumpe (TS8 Jöhstadt). Nachdem die Wehr aus Völschow im ersten Durchgang mit 35sec bereits 4 Sekunden vor uns lag, galt es, wie alle Jahre wieder, die Völschower Kameraden im zweiten Durchgang zu übertreffen. Doch diese Möglichkeit blieb uns aufgrund der NICHT funktionsfähigen Pumpe verwehrt, da diese zu Beginn des zweiten Durchgangs nur noch auf einem Zylinder lief. Dies machte ein Angriff auf die Zeit der erstplatzierten für alle Wehren unmöglich. Das Wettkampfgericht entschied daher, eine andere Pumpe für den zweiten Lauf zu stellen. Doch auch diese Pumpe wies dieselben Probleme auf, wie die erste Pumpe. Immer mehr Unzufriedenheit machte sich bei allen Beteiligten breit. Einige Teilnehmer aus Völschow hingegen fühlten sich nahezu siegessicher, da nun offensichtlich war, das keine Wehr eine bessere Zeit als 35sec erreichen konnte, und machten sich zusätzlich mit unfairen Äußerungen nicht gerade Freunde. Letztendlich mussten vier von sieben Wehren auch den zweiten Durchgang mit einer defekten Pumpe absolvieren. Der Wehrführer der Feuerwehr Tutow hatte gegen diese schlechten Wettkampfbedingungen Widerspruch eingelegt, welcher vom Wettkampfgericht mit der Begründung “Maschinistenfehler” abgelehnt wurde. Unser Maschinist war im letzten Jahr übrigens maßgeblich für unseren Sieg verantwortlich. Es ist also auszuschließen, dass er plötzlich verlernt hat, wie man die Pumpe richtig bedient.
Nachdem wir wochenlang jede freie Minute für das Training zum Ausscheid opferten, stellen sich viele von uns die Frage: “Wofür eigentlich?”. Aufgrund gravierender technischer Mängel bei der gestellten Technik (nach TGL), konnten die angetretenen Mannschaften ihre Schnelligkeit nicht unter Beweis stellen oder den angereisten Zuschauer gar einen spannenden Wettkampf bieten. Der erste Platz bei den “Stichen und Bunden” sowie der gute zweite Platz in der Gesamtwertung, traten bei unserer Party am Abend völlig in den Hintergrund, da eigentlich alle durch die schlechten Bedingungen am Vormittag enttäuscht wurden.
War dies nun ein fairer Ausscheid? Diese Frage wird wohl vorerst im Raum stehen bleiben müssen. Das nachfolgende Foto zeigt die Zeiten der beiden Löschangriff-Durchgänge. Hier stechen die “Ergebnisse” des zweiten Laufs doch klar heraus, ganz abgesehen davon, dass in den letzten Jahren Zeiten im 30er-Bereich zur Normalität gehörten.
Weitere Bilder werden natürlich folgen!
Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf den Kreisausscheid in Basepohl. Dort darf jede Mannschaft ihre eigene Technik (nach DIN) nutzen und ist so ganz allein für den Erfolg verantwortlich.
07.06.2010 Nordkurier – Demminer Zeitung Seite 10
01.06.2010 Nordkurier – Demminer Zeitung Seite 13
31.05.2010 – ca. 13:00 Uhr Dachstuhlbrand im Wohn- und Geschäftshaus in Demmin
Da in der Hansestadt Demmin der komplette Dachstuhl eines mehrgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus brannte, wurden die FFw Loitz und unsere Feuerwehr zur Unterstützung nachgefordert. Weil auch eine Person vermisst wurde, galt die Nachforderung speziell für Atemschutzgeräteträger. Nach uns wurden noch die FFw Kletzin/Pensin und später auch die FFw Dargun nachalarmiert. Wir fuhren mit dem TLF und unserem LO (der jetzt immer den Reserve-Stromerzeuger für das TLF mitführt) in die Hansestadt. Dort wurden wir in den Breitstellungsraum am Stadion eingewiesen. Am Einsatzort stellten wir zwei Trupps mit PA zur Personensuche bereit und stellten auch all unsere Atemluft-Reserveflaschen zur Verfügung. Nach über einer Stunde hat sich zum Glück herausgestellt, dass die vermisste Person nicht mehr im Gebäude war, da diese sich bereits selbst bei der Feuerwehr gemeldet hat. Wegen des Feuers musste eine Hauptverkehrsader der Stadt gesperrt werden, so dass es im gesamten Stadtgebiet zu starken Verkehrsbehinderungen kam. Um ca. 15:10 rückten wir ab und die FFw Demmin und Loitz beendeten die Löscharbeiten.
Eingesetzte Kräfte und Mittel:
Fahrzeuge: RW1, TLF16/25
Kräfte: 10 Kameraden
21.05.2010, 0:03 Uhr – Wohnzimmerbrand in Kruckow
In dieser Nacht wurden wir zu einem Wohnzimmerbrand nach Kruckow alarmiert. Als wir an der Einsatzstelle (einem viergeschossiger Wohnblock) ankamen, rief ein Mann vom Balkon aus dem 3. Obergeschoss, dass es unter ihm brenne. Als unserer Einsatzleiter mit der Polizei bis zur Wohnungstür vorgingen, saß der Mieter im leicht verqualmten Treppenflur, stark angetrunken vor seiner Wohnung. Eine Nachbarin hatte bereits versucht ein brennendes Sofa mit einen Wassereimer zu löschen und konnten dadurch ein weiteres Ausbreiten des Brandes verhindern. Der leicht verletzte Mieter, mit einem Atemalkoholwert von 3,68 Promille, wurde an den Rettungsdienst übergeben. Ein Trupp übernahm die Restlöscharbeiten und entsorgte das Sofa aus dem Gebäude.

Eingesetzte Kräfte und Mittel:
Fahrzeuge: RW1, TLF16/25, LF16
Kräfte: 12 Kameraden
08.05.2010 – Einsatzübung im Alten- und Pflegeheim
Am Nachmittag des 08. Mai 2010 um 16:24 Uhr ertönte die Sirene und durch die Funkmelder kam die Meldung “Brandmeldeanlage im Pflegeheim Tutow”. An diesem Tag sollte auf Wunsch des Heimleiters eine Einsatzübung in seiner Einrichtung durchgeführt werden. Am Einsatzort bekam der erste Gruppenführer die Meldung eine Person ist eingeschlossen. Ein Trupp mit Pressluftatmer bekam die Aufgabe, die Person über die Laufkarten zu suchen. Der Zugführer teilte die zweite Gruppe zum Aufbau der Wasserversorgung von einen Hydranten ein. Die eingeschlossene Person wurde vom Trupp mit dem neu in den Pflegebetten integrierten Rettungsmatratzen aus dem Gebäude geholt. Ein zweiter Trupp simulierte die Brandbekämpfung. Im Anschluss wurde die Übung durch den Amtswehrführer ausgewertet. Die Übung sollte als Leistungsnachweis für die vergangenen Ausbildungen und Objektbegehungen dienen. Die aufgetretenen Fehler wurden dokumentiert und auf diese wird in den nächsten Ausbildungen näher eingegangen. Als Dank für die Leistungen während der Übung, hat der Heimleiter nach getaner Arbeit einen Grillabend ausgestattet.




